“EIN RAUM FÜR DIE CHURFIRSTEN” - KARL BICKEL “RETROSPEKTIVE” 2019

Skulptureninstallation im Museum Karl Bickel, ungebrannter Ton, Zeichnungen auf Transparentpapier, MDF Platte, diverse Grössen
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Beim ersten Besuch im Paxmal von Karl Bickel hatte ich das Gefühl, zu erahnen, was Baukunst sein könnte. Das Bauwerk orientiert sich am Sonnenstand, sodass am Morgen die eine Armseite mit den Mosaiken im Licht steht. Am Mittag scheint die Sonne auf die Tempelfront, und die Churfirsten spiegeln sich auf der Oberfläche des davorliegenden Wasserbeckens. Am Ende des Tages wird die gegenüberliegende Armseite von der Abendsonne erhellt. Für mich stellt dies eine Vereinigung von Kunst und Architektur dar. Diese Erfahrung war der Beginn, mich mit dem Verhältnis von Baukörper und Landschaft auseinanderzusetzen.

Als Erweiterung und im Zusammenspiel mit dem Paxmal stelle ich mir für meinen Entwurf einen schmalen, hohen Raum vor, der die Felsformation der Churfirsten zelebriert. Der Baukörper befindet sich auf einer Anhöhe, wobei sich die Öffnung des Raumes Richtung Osten orientiert. Dies führt dazu, dass die Morgensonne den Raum zum Leuchten bringt. Am Abend befindet man sich im Schatten der Mauern und blickt auf die erhellten Berggipfel. Begleitet wird man von einem Relief von sieben übergrossen Menschen, die den Blick auf die Churfirsten mit dem Betrachter teilen.Durch dieses Verhältnis wird uns bewusst, wie klein wir im Vergleich zur Landschaft sind. 



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